Fluntern kurz erklärt
Fluntern ist eines der 34 Quartiere der Stadt Zürich. Jahrhunderte lang ein Weinbauerndorf oberhalb Zürichs wurde es 1893 Teil der Stadt.
Sein markantes und von weither sichtbares Wahrzeichen ist die Kirche Fluntern. Von ihrem Turm hat man einen phänomenalen Blick über die Stadt, den See bis hin zu den Gipfeln der Alpen. Erbaut wurde sie vom Architekten Karl Moser, der auch die Universität entworfen hat. Sie war es denn auch, die das Dorf zur Stadt brachte. Denn mit ihr kam die Erschliessung durch Strassen und Tramlinien, Weinberge wurden zu Bauland und Fluntern zu einem der begehrtesten Wohnquartiere der Stadt Zürich.

Viel Geschichte, viele Geschichten
«Fluntern erzählt» nimmt den Geschichtsfaden ab 1830 auf.
Die Schleifung der Stadtbefestigungen 1833 markierte den Anfang eines fundamentalen Umbruchs innerhalb der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Eisenbahnlinien, Strassennetze, Kanalisationen wurden aus dem Boden gestampft, es entstanden Prestigebauten wie die Hochschulen, aber auch Fabriken und Mietshäuser. Nie mehr in der Geschichte Zürichs war das Bevölkerungswachstum so gross wie an der Wende zum 20. Jahrhundert. Auf diesem Hintergrund ist die erste Eingemeindung von 1893 zu verstehen, zu der auch Fluntern gehörte.
Dem Wandel und Werden des abgelegenen Weinbauerndorfes zum begehrten Stadtquartier wollen wir «Fluntern erzählt» nachgehen und so nicht zuletzt der jungen Generation und den vielen Zuzügern die Möglichkeit bieten, Einblick in die Geschichte ihres Zuhauses zu nehmen.

Work in Progress
«Fluntern erzählt» ist ein elektronisches Lese- und Bilderbuch, das seit 2012 laufend durch neue Beiträge und Bilder erweitert wird. Ohne Redaktionsschluss! Eben «work in progress».
Sie können darin stöbern und werden ein buntes, abwechslungsreiches Kaleidoskop an Herrschaften, Studierten und dienstfertigen Händen, an Sonntagsausflüglern, Kurgästen, Flüchtlingen, prominenten Arbeitssuchenden, Glücksrittern und Spekulanten finden. Wir schauen in gut gebohnerte Stuben, in Kirchen und Wirtshäuser, begegnen auf den Strassen spielenden Kindern oder abgeschirmt hinter Hecken und Bäumen nacktbadenden Lebensreformern.

So funktioniert es
Das Lese- und Bilderbuch ist in sechs Kapitel unterteilt: Geld und Geist; Kommen und Gehen; Leib und Seele; Menschliches und Tierisches; Recht und Ordnung; Himmel und Erde. Wenn Sie auf eine der Kapitelüberschriften klicken, erwarten Sie Bilder, hinter denen sich die jeweiligen Geschichten verstecken. Eine Geschichte kann für sich alleine stehen oder verästelt sich weiter wie ein Flussdiagramm mit Portraits und Anekdoten. Wenn Sie für den Moment nicht lesen, sondern einfach Bilder anschauen möchten, klicken Sie auf Album. Wenn Sie dann doch wissen wollen, welche Geschichte hinter dem Bild steckt, einfach «zum Text» klicken, so landen Sie mitten im Beitrag.

Ein Anfang, kein Ende
Bitte lassen Sie sich anstecken! Kramen Sie in ihren Erinnerungen, holen Sie Briefe und Fotoalben hervor und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Ihre Geschichten machen «Fluntern erzählt» zu einem lebendigen, stets dichter werdenden Geschichtenteppich.

Sachdienliche Hinweise
Bei aller wissenschaftlichen Genauigkeit, «Fluntern erzählt» ist zum Schmökern gedacht. Mit seinem zum Teil feuilletonistischen und anekdotischen Charakter möchten wir bewusst auch Menschen ansprechen, die sich «eigentlich nicht für Geschichte interessieren».

Bitte keine Selbstbedienung
Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse. Sie sind herzlich willkommen, Textpassagen zu verwenden. Bitte geben Sie in diesem Fall «Fluntern erzählt» als Quelle an. Sollten Sie an ganzen Beiträgen interessiert sein, schätzen wir es, wenn Sie zuerst Rücksprache mit uns nehmen. Bei der Verwendung der Bilder hingegen heisst das Motto direkt und ungeschminkt: schauen und nicht klauen. Die Verwendung der Fotografien erfolgt mit der freundlichen Genehmigung der privaten Besitzer, des Baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich (BAZ) und des Stadtarchivs Zürichs. Jegliche Weiternutzung und Weitergabe ohne die ausdrückliche Genehmig der genannten Stellen ist strikte untersagt.

Wir bedanken uns ganz herzlich
… bei unseren Geldgebern: Dr. Hans Vontobel, Zürich; Genossenschaft Migros Zürich; Beitragsfond des Finanzdepartements der Stadt Zürich; Dr. Adolf Streuli-Stiftung, Zürich; Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung, Zürich; Jenny Bretschger-Iselin, Zürich; Lorenzo Kaeser, Zürich.

… bei allen, die uns Ihre Archive kostenlos zur Verfügung stellen: bei Ralph Kühne und Richard Limburg für ihre Ansichtskartensammlungen; den Archiven der evang.-ref. Kirche Fluntern und der katholischen Kirche St. Martin; dem Baugeschichtliches Archiv Zürich; den Familienarchiven der Famlien Diehl, Hürlimann und Rübel; dem Stadtarchiv Zürich.

… bei allen, die sich für «Fluntern erzählt» begeistern lassen und uns ihre Geschichten erzählen, uns mit Hinweisen versehen und ihre privaten Bilder und andere Schätze zugänglich machen.

Gönnen Sie uns «Fluntern erzählt»
Es ist in erster Line eine Herzblutangelegenheit, dennoch brauchen wir für den Unterhalt der Website, für die Recherchearbeiten und Bildaufbereitung weitere finanzielle Mittel. Ihren Gönnerbeitrag wiegen wir mit Geschichten auf. Wir freuen uns auf ihre Unterstützung:

Fluntern erzählt e.V.
Konto: 80-151-4
Zürcher Kantonalbank



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Redaktion: Martin Kreutzberg
Gestaltung: Fabienne Erni
Programmierung: Furbo